„Brachland“ Uraufführung am Theater an der Rott

Rüdiger Bach © Sebastian Hoffmann

„Brachland“ von Brian Lausund ist die Geschichte oder vielmehr eine Art „Zustandsbeschreibung“ von und über Mark Erhardt.
Mark erzählt über sein Leben und die Veränderung seines Landes. Er prangert das Rentensystem ebenso an wie die Realitäts- und Weltfremdheit der Politiker und sieht den Extremismus im ICH-Kult und der Selbstoptimierung der Machthaber begründet. Der kleine, normale Mann, der sich permanent im Überlebenskampf befindet und sich im Hamsterrad dreht, wird weder wahr und schon gar nicht ernst genommen. Ursachen und Gründe dafür sieht er schon lange vor der Dominanz von Überfremdung und Randgruppen.
Mark spielt mit seiner rechten Gesinnung und beginnt an die Verantwortlichen des Landes  Fragen zu stellen, die keiner hören will: „Wie ernst ist es den Leuten mit einer Zukunft, an der wir normalen Deutschen auch beteiligt sind? In welchem Deutschland wollen Sie denn leben? Was ist Ihre Vorstellung von einem lebenswerten Deutschland und welche Visionen haben Sie?“
Natürlich ist es wieder ein Spiel mit der Angst vor dem Fremden und das alte Lied der Gerechtigkeit und die Rechte der Zu-kurz-gekommenen. Mark fordert: „Zukunft darf doch nicht nur das Vorrecht von Randgruppen sein!“. Zukunft sollte mehr sein für alle die auf verbranntem  Land oder in Ruinen leben und nur Sehnsucht haben, „dass es wieder besser wird, irgendwie, durch irgendwen. Und wenn schon nicht besser, dann zu mindestens so gut, wie es früher war.“

Ingeborg Bachmanns Zitat: „Die Geschichte lehrt uns, aber sie findet keine Schüler“ war für Rüdiger Bach ein Impuls. Er beauftragte den Autor Brian Lausund, der einige Jahre am Theater an der Rott als Oberspielleiter tätig war, für ihn ein Stück zu schreiben. „Denn Rechtspopulismus ist überall in Europa auf dem Vormarsch. Wie weit geht das noch? Was macht das mit mir?  Einfach nur wegschauen und weiter so? Nein! Es ist wichtig dieses Thema auch theatral zu diskutieren. Das ist meine Art mit dem wachsenden Rechtspopulismus umzugehen“. (Rüdiger Bach)

 

Regie: Uwe Lohr
Ausstattung: Gerrit von Mettingen
mit: Rüdiger Bach

Premiere (Uraufführung): Freitag, 27.10. 2017, 19:30 Uhr
Studio

weitere Termine:
Sa, 28.10.2017, 19:30 Uhr
So, 29.10.2017, 18:30 Uhr
Sa, 4.11.2017, 19:30 Uhr
So, 5.11.2017, 17 Uhr
und auf Anfrage auch Schulvorstellungen