Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion “Brachland”

„Brachland“ ist die Geschichte oder vielmehr eine Art „Zustandsbeschreibung“ von und über Mark Erhardt. Wegen der großen Nachfrage wird diese Produktion wieder ab 4. Mai 2018 ins Studio im Theater an der Rott zurückkehren.

Mark erzählt über sein Leben und die Veränderung seines Landes. Er prangert das Rentensystem ebenso an wie die Realitäts- und Weltfremdheit der Politiker und sieht den Extremismus im ICH-Kult und der Selbstoptimierung der Machthaber begründet. Der kleine, normale Mann, der sich permanent im Überlebenskampf befindet und sich im Hamsterrad dreht wird weder wahr und schon gar nicht ernst genommen. Ursachen und Gründe dafür sieht er schon lange vor der Dominanz von Überfremdung und Randgruppen.

Mark spielt mit seiner rechten Gesinnung und beginnt an die Verantwortlichen des Landes  Fragen zu stellen, die keiner hören will: „Wie ernst ist es den Leuten mit einer Zukunft, an der wir normalen Deutschen auch beteiligt sind? In welchem Deutschland wollen Sie denn leben? Was ist Ihre Vorstellung von einem lebenswerten Deutschland und welche Visionen haben Sie?“

Natürlich ist es wieder ein Spiel mit der Angst vor dem Fremden und das alte Lied der Gerechtigkeit und die Rechte der Zu-kurz-Gekommenen. Mark fordert: „Zukunft darf doch nicht nur das Vorrecht von Randgruppen sein!“. Zukunft sollte mehr sein für alle die auf verbranntem  Land oder in Ruinen leben und nur Sehnsucht haben, „dass es wieder besser wird, irgendwie, durch irgendwen. Und wenn schon nicht besser, dann zu mindestens so gut, wie es früher war.“

„Brachland“ beschreibt vor allem aber auch ein Gefühl des Abgehängt- und Vergessen-Seins.

Regie: Uwe Lohr
Ausstattung: Gerrit von Mettingen
Mit: Rüdiger Bach

Termine:
Freitag, 4.5. 2018, 19.30 Uhr
Samstag, 5.5.2018, 19.30 Uhr
Sonntag, 6.5.2018, 17 Uhr

Studio

SONDERVERANSTALTUNG:

Ingeborg Bachmanns Zitat: „Die Geschichte lehrt uns, aber sie findet keine Schüler“ war für Rüdiger Bach und Autor Brian Lausund der Impuls für diesen Monolog. Im Anschluss an jede Vorstellung ist daher auch der Austausch zwischen Publikum und Produktion in Form eines Nachgesprächs Teil des Konzepts.

Den Abschluss der zweiten Vorstellungsserie bildet nun eine Sonderveranstaltung, die diesem Prinzip folgt, denn in Zusammenarbeit mit der KEB Rottal-Inn-Salzach und der Initiative „Stell dir vor Frieden“ findet am Sonntag, 5. Mai 2018 um 18.30 Uhr im Theatercafé ein moderiertes Nachgespräch (Moderator: Andreas Nock) unter dem Titel „Abgehängt-Vergessen?“ statt, zu dem alle Besucher der drei Vorstellungen im Mai eingeladen sind.

Neben Schauspieler Rüdiger Bach und Regisseur Uwe Lohr werden Experten aus den verschiedensten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens für die Themen des Stückes als Ansprechpartner fungieren.