Erste Musiktheater-Premiere der neuen Spielzeit: “Rossini”

„Essen ist ein Bedürfnis, Genießen eine Kunst“ – Dieses Zitat stammt von La Rochefoucauld. Gioacchino Rossini, einer der bedeutendsten Opern-Komponisten, vertrat sowohl die erste, als auch die zweite Ansicht und war sowohl ein Gourmet (Feinschmecker) als auch ein Gourmand (Vielfraß). Aus Anlass des 150. Todestages (im November) bekommt Rossini am Theater an der Rott nun seine eigene Revue, die am Samstag, 27. Oktober ihre Uraufführung feiert.

Alles begann damit, dass sich Regisseurin Elke Maria Schwab mit Andreas Barth einmal mehr ins Gespräch vertiefte – das Thema: Italien mit seiner Küche und Musik. Kein Wunder, dass die Rede schnell auf Rossini kam – der Vollblutitaliener hinterließ nicht nur wunderbare Musik, sondern auch eine Reihe an Feinschmecker-Rezepten. Er verstand die Kunst des Dolce Vita wie kein Zweiter, war ein echter Lebemensch und Genießer – und er saß keineswegs nur vor üppigen Tellern, sondern hantierte auch als versierter Koch an Topf und Pfanne.

„Andreas Barth hat aus der Fülle von Rossinis Werken eine Vorauswahl getroffen, die ich mit Ergänzungen unseres musikalischen Leiters Martin Kiener und eigenen Ideen in einen dramaturgischen Bogen gebrachte habe,“ sagt die Regisseurin zur Entstehung ihres Stücks. Die Opern-Revue erzählt zum Teil Rossinis echte Lebensgeschichte, wahre Begebenheiten, sowie Anekdoten zwischen Partitur und Kochrezepten – eingebettet in eine fiktive Rahmenhandlung.

„Die Revue ist eine genreübergreifende Produktion und verbindet Musiktheater mit Schauspiel und Tanz,“ sagt Elke Maria Schwab. Zur Revue wird der Abend, da neben klassischer Opernmusik auch italienische Volkslieder und „italienische Ohrwürmer“ ihren Platz finden. Eine wichtige Komponente des Abends ist der Tanz (Choreographie: Daniel Morales Pérez). Die Arbeit von Regie und Choreographie fließt hier sehr ineinander.

Spätestens, wenn feine Düfte durch den Zuschauerraum strömen, wird klar, dass „Rossini“ wirklich ein Stück für alle Sinne ist. „Wir folgen dem Trend der Kochshows im Fernsehen und kochen live auf der Bühne,“ sagt Elke Maria Schwab und transportiert nicht zuletzt damit die italienische Kunst der Lebensfreude direkt ins Rottal. Wir feiern die Musik und das Leben und garantieren einen temperamentvollen und sehr unterhaltsamen – im wahrsten Sinne des Wortes bunten Abend“. „Das Bühnenbild ist wie ein italienisches Gemälde, ein Aquarell“, verrät Ausstatter Florian Angerer.

Uraufführung: Samstag, 27.10.2018, 19:30 Uhr
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