Im Interview: Philip Stemann

Das ist neu: Künftig bekommen Sie online einen kleinen Blick hinter die Kulissen. Vor der Premiere unterhalten wir uns mit Regisseuren, Schauspielern und anderen Leuten, die es braucht, um eine Inszenierung auf die Bühne zu bringen. Einen Ausschnitt des Interviews lesen Sie hier – diesmal erfahren wir von Regisseur Philip Stemann mehr zur Mittsommernachts-Sex-Komödie

Philip – wie laufen die Proben?

Gut. Zwei Wochen vor der Premiere sind wir dabei, das Stück auf die Bühne zu übertragen. Es gibt keine Schwierigkeiten – obwohl einige aufwändigere Dinge vorkommen wie zum Beispiel Bogenschießen. Wir waren dafür in Arnstorf beim Bogenschützenverein und haben die Kollegen in die Technik einweisen lassen. Das funktioniert wunderbar. Wir schießen mit echten Pfeilen auf eine Schießscheibe.

Woody Allens Film stammt aus dem Jahr 1982 – wie wird der ins Jahr 2019 übertragen? Oder ist da gar keine Anpassung notwendig?

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder man passt es auf die heutige Zeit an oder man macht es in der Zeit, in der es Woody Allen selbst angesetzt hat, nämlich 1905. Wir haben uns für letzteres entschieden. Das Ganze ist ein Kunstgriff von Woody Allen – er lässt das Stück in einer Zeit spielen, wo es zumindest offiziell noch ein wenig prüder zugeht. Die Moralvorstellungen waren 1905 ganz andere als 1982. Der Film ist also historisch – und trotzdem merkt man natürlich unter anderem an der Sprache, dass er von Woody Allen zu seiner Zeit gemacht wurde. Wir haben uns auch aus ästhetischen Gründen für 1905 entschieden.

Wie bist Du an den inhaltlichen Stoff rangegangen?

Auf den ersten Blick ist der Stoff nicht besonders kompliziert. Drei Paare treffen aufeinander und vermischen sich im shakespeareschem Sinne. Sie verlieben sich neu und finden sich in neuen Konstellationen – und einer alten – wieder. Darunter liegt der Woody-Allen-Intellektuellen-Kosmos: Es gibt keine Lösung für all die Probleme und wir werden alle zurück in den Kreislauf geworfen und müssen zusehen, wie es weiter geht. Die Probleme und Gedankenspiele fangen wieder von Neuem an. So geht es weiter bis zum Ende.

Mehr davon? Können Sie haben! Das ausführliche Interview lesen Sie gedruckt im Programmheft, das Sie vor der Vorstellung bei unserem Einlassteam oder ab der Premiere auch an unserer Vorverkaufskasse zum Beispiel bei der Kartenabholung erwerben können.