Interview mit Autorin Christina Calvo

Christina Calvo ist die Frau, die hinter dem Schauspiel “In Evas dunklen Gärten” steckt. Sie ist die Autorin, hat die Geschichte um die zwei Schwestern ersonnen. Am 4. April 2019 feiert die Uraufführung Premiere. Im Interview erfahren wir mehr von Christina Calvo:

Sie haben 2018 den ersten Autorenwettbewerb des Theater an der Rott gewonnen – Ihr Stück “In Evas dunklen Gärten” feiert am 5. April Premiere. Wie kamen Sie zum Wettbewerb? Haben Sie das Stück eigens für den Wettbewerb geschrieben?

Vom Wettbewerb erfuhr ich im Dezember 2017 durch einen Freund, der auch Dramaturg ist. Er machte mich auf den Artikel in der SZ aufmerksam, in dem über den Wettbewerb des Theater an der Rott berichtet wurde. Er kannte das Stück von “Eva” und schlug mir vor, es dort einzureichen. Das Stück war im Jahr zuvor fertig geworden. Es hat eine lange Entwicklungsgeschichte, wurde im Lauf etlicher Jahre immer wieder bearbeitet, verändert, erweitert.

Erzählen Sie bitte ein wenig über sich: Wer sind Sie, woher kommen Sie, was machen Sie?

Ich lebe seit vielen Jahren als freie Autorin in München. Vorher, bis zum Abitur, lebte ich in Augsburg. Nach dem Studium arbeitete ich in Würzburg und München als Psychologin, gab diese Arbeit für die Autorentätigkeit dann auf. Seither schreibe ich unter zwei Pseudonymen; überwiegend Fiction: Hörspiele für die ARD-Hörfunk-Anstalten, Theaterstücke, Drehbücher, Erzählungen. Für Kinder und Jugendliche auch Bücher.

“In Evas dunklen Gärten” ist die Geschichte von Eva und Charlotte, die mit Charlottes Mann Walter zusammenleben, sich aber alles andere als wohlgesinnt sind. Ein Einbrecher löst die ungute Dreiecksbeziehung auf. Das klingt spannend und abgründig. Wie erspinnen Sie Ihre Geschichten?

Es passiert meist absichtslos, oft sind die Auslöser Alltagssituationen, die jeder kennt: Zum Beispiel geht man eine Straße entlang – in einem Dorf, einer Stadt, einem fremden Land – und schaut an den Häusern hoch; sieht Fenster mit weißen Gardinen, oder blinde Scheiben in schiefen Rahmen; und man fragt sich, wer wohl hinter den Fenstern dort lebt; und wie dieses Leben aussehen mag. Manchmal taucht dann in der Phantasie ein Bild auf, vielleicht ein Gesicht; und beginnt, eine Geschichte zu erzählen.

Was sich in der Geschichte von “In Evas dunklen Gärten” alles tut, können sie ab 4. April im Großen Haus erleben. Mehr Infos, Termine und Karten gibt’s hier…