am Theater an der Rott

Armin Stockerer
Seit über zwanzig Jahren in Eggenfelden tätig.

Armin Stockerer wurde im oberbayrischen Mühldorf geboren. Nach Grundschule und Gymnasium stand er 1980 mit einer Schulband zum ersten Mal auf der Bühne. Danach spielte und sang er als Keyboarder und Frontmann in verschiedenen Rockbands, textete und komponierte eigene Lieder. 1988 erhielt er ersten klassischen Gesangsunterricht. Während seines Zivildienstes in einer Fachklinik für alkoholkranke Männer reifte der Entschluss zum professionellen Musikstudium.
Zwischen `89 und `91 besuchte er die Georg Muffat Berufsfachschule für Musik in Altötting mit Hauptfach Gesang und Nebenfach Klavier und schloss diese mit Auszeichnung der Bayerischen Staatsregierung ab.
In den kommenden vier Jahren studierte er Bühnengesang, Klavier und Schauspiel bei Martin Hummel, Eva Maria May und Marita Kral am Hermann Zilcher Konservatorium Würzburg, wo er 1995 auch als staatlich geprüfter Bühnensänger seinen Abschluss machte. Es folgte ein Aufbaujahr in Gesang, Klavier und Schauspiel.
Im September 1995 begann er seine Arbeit als Gesangslehrer an der städtischen Musikschule Mühldorf. Im Rahmen des Ensembleunterrichts wuchs die Leidenschaft für das Regiefach. Zahlreiche Konzeptionen und Moderationen von Musikrevuen folgten. In der Zeit zwischen 2006 und 2013 leitete er den 50köpfigen Gospelchor der Schule. Parallel studierte er privat weiter Gesang bei Prof. Ingrid Mayr in Salzburg, die ihn entscheidend in seinem stimmlichen Reifungsprozess prägte.

Intendant Adi Fischer holte ihn im Oktober 1996 als „Pierrino“ in Franz Lehars Operette „Giuditta“ ans Theater an der Rott in Eggenfelden. Hier fand er seine Theaterheimat, der er bis heute verbunden geblieben ist. Er gehört seit 20 Jahren als „Fester Gast“ zum Musiktheater- und Schauspielensemble des Hauses. Der vielseitige Bariton wirkte dort bereits in fast 60 Produktionen aus den Bereichen Oper und Operette, Musical und Schauspiel mit. Die Zusammenarbeit mit Intendant Peter Nüesch, seinem „Theatervater“ in den Jahren 1998 bis 2007, trug entscheidend zur Ausbildung seiner Bühnenpersönlichkeit bei. In diese Zeit fallen wichtige Impulse für den Einstieg ins Schauspiel- und Regiefach. Schauspielerisch reifte er in den Jahren danach, v.a. während der Intendanz von Karl Sibelius zwischen 2012 und 2015.

Als wichtigste Stationen seiner Arbeit außerhalb des Theaters an der Rott betrachtet er seine Inszenierungen von Mozarts „Ascanio in Alba“ und Glucks „Iphigenie auf Tauris“ im Jahr 2010 und 2011 sowie die Verkörperung des Brandner Kaspar in der gleichnamigen Spieloper von Christian Auer und Karl-Heinz Hummel während des Opernfestivals Gut Immling 2012 bis 2014.
Neben der Arbeit am Theater gibt er Konzerte: vom klassischen Kirchenkonzert bis hin zur Operette, vom Wienerlied bis hin zu Abenden über die Swinging Sixties. Dazu kommen Workshops und Coachings sowie die Leitung eines Mitarbeiterchores einer großen oberbayerischen Firma.

In den vergangenen Jahren entstand mehr und mehr der Wunsch, seine Fähigkeiten auch vor der Kamera einzusetzen. Nach einem Kameracoaching bei Gabrielle Odinis in München durfte er kürzlich bei den „Rosenheim Cops“ und im neuen Komödienstadel des BR mitwirken.
Die Begeisterung und Leidenschaft für seinen Beruf resultiert nicht zuletzt aus dieser Vielfalt an Aufgaben und der Möglichkeit, seine Fähigkeiten spartenübergreifend einzusetzen.

(c) Gabrielle Odinis