Stückdetails

Minna von Barnhelm

Regie: Markus Steinwender
Ausstattung: Elke König
Musik: Michael Rückert
Mit: Markus Baumeister (Just), Vanessa Boritzka (Minna von Barnhelm), Stefanie Darnesa (Franziska), Markus Krenek (von Tellheim), Elisabeth Nelhiebel (Wirtin), Martin Puhl (Paul Werner)
Spieldauer: ca. 115 min plus Pause
Pause: nach ca. 75 min
DatumBeginnSpielortAboKarten
Premi­ere:
Sa, 21.3.20
19.30 Uhr
Großes Haus
 
Wei­te­re Ter­mi­ne:
So, 22.3.20
17 Uhr
Großes Haus
Do, 2.4.20
19.30 Uhr
Großes Haus
Fr, 24.4.20
19.30 Uhr
Großes Haus
Sa, 25.4.20
19.30 Uhr
Großes Haus
So, 26.4.20
18.30 Uhr
Großes Haus
Mo, 27.4.20
10 Uhr
Großes Haus
Sa, 2.5.20
19.30 Uhr
Großes Haus
So, 3.5.20
Zum letzten Mal
18.30 Uhr
Großes Haus
SchauspielSchauspiel

Lessing war ein Revolutionär des deutschen Theaters, er setzte dramaturgisch und inhaltlich neue Maßstäbe und liebte es, vielschichtige und psychologisch komplexe Charaktere auf die Bühne zu bringen. So widmete er sich vor allem weiblichen Titelfiguren, versuchte sich beim Schreiben tief in die Seele der Frau hineinzuversetzen, stellte Fragen nach dem Sinn des Menschen als geschlechtliches Wesen und setzte sich für Gleichheit und Gerechtigkeit ein. Wie kaum ein anderer schilderte er die bürgerliche Welt des 18. Jahrhunderts, die Herausforderung der Aufklärung in einer durch Kriege, große wirtschaftliche Umwälzungen, bröckelnde Standesschranken aufgerüttelten Zeit.

Major von Tellheim wurde nach Kriegsende unehrenhaft aus dem Militär entlassen, weil er von den sächsischen Ständen nur einen Mindestbetrag an Kriegssteuern verlangte und die fehlende Summe selbst vorstreckte. Mit dieser Selbstlosigkeit gewann er die Zuneigung Minna von Barnhelms. Diese macht sich auf die Suche nach ihm, da er nach Friedensschluss nicht zu ihr zurückkehrte. Mit einer Kiregsverletzung und dem Streit um die unehrenhafte Entlassung ist Tellheim, seelisch aus dem Gleichgewicht, in einem Gasthof abgestiegen. Minna spürt ihn dort auf, doch Tellheim ist überzeugt, als Mann ohne Ehre nicht heiraten zu können. Für Minna zählt nur die Liebe und sie beginnt ein trickreiches Spiel.

"Minna von Barnhelm" gilt nicht nur als erste deutsche Komödie, sondern als erste emanzipierte Frauenfigur im deutschsprachigen Theater, die durch ihre Eigenständigkeit, ihren unerschrockenen Mut und ihr Selbstbewusstsein besticht.