Stückdetails

Der Reigen STREAM

Regie: Uwe Lohr
Ausstattung: Gerrit von Mettingen
Komponist: Dean Wilmington
Musikalische Leitung: Dean Wilmington
Choreografie: Daniel Morales Pérez
Mit: Markus Krenek, Carolin Waltsgott
Dramaturgie: Elke Maria Schwab-Lohr
Aufführungsrechte: Theaterstückverlag, Korn-Wimmer, München
Ab: 16 Jahren
DatumBeginnSpielortAboKarten
Ter­mine:
Mo, 4.5.208.30 Uhrim STREAM vom 4. bis 10.5.
Di, 5.5.20im STREAM vom 4. bis 10.5.
Mi, 6.5.20im STREAM vom 4. bis 10.5.
Do, 7.5.20im STREAM vom 4. bis 10.5.
Fr, 8.5.20im STREAM vom 4. bis 10.5.
Sa, 9.5.20im STREAM vom 4. bis 10.5.
So, 10.5.20im STREAM vom 4. bis 10.5.
MusiktheaterMusical

Es war eines der aufsehenerregendsten und skandalträchtigsten Stücke des 20. Jahrhunderts, obwohl darin gar keine Skandale vorkommen. Denn „Der Reigen“ ist nicht als ein System von Obszönität zu sehen, es geht nicht um eine rein erotische Bilderfolge. Vielmehr zeigt der Dichter-Arzt Arthur Schnitzler, der auch als literarisches Gegenstück zu Sigmund Freud bezeichnet wird, die Untrennbarkeit von sozialem und sexuellem Daseins und die Natur des Menschen. Schnitzlers Interesse richtet sich auf die Wiederholung des Kampfes um politische, ökonomische und psychische Macht im intimsten Bereich der Menschen.

Wie kaum ein anderer Dichter seiner Zeit ist er in den Raum der bürgerlichen Privatsphäre vorgedrungen und versuchte zum ersten Mal das konfliktreiche Feld von erotischer Anziehung und Abstoßung, Verführung und Verletzlichkeit, von Bindung und Trennung, Verlangen und Überdruss, Sehnsucht und Enttäuschung der bisher üblichen dramatisierenden Darstellung zu entziehen, es durchsichtiger zu machen und den Geschlechtsakt als einen völlig normalen, gewöhnlichen, alltäglichen Vorgang zu beschreiben.

Das bekannteste Werk Schnitzlers bildet den Ausgangspunkt für dieses neu komponierte Musical, das die Übertragung ins Hier und Heute als Ziel hat.

"Nicht streng und spröde wirkt die scheiternde Suche nach dem Ich im Anderen, sondern vital und sinnlich. (...) Das Liebesduo kann manchmal sehr trist sein, oft erotisch, manchmal komisch, oft dominanzgeprägt, aber die Inszenierung ist nie beliebig. Sie entzaubert weniger die Figuren, bezaubert mehr das Publikum."
(Die Deutsche Bühne, Christian Muggenthaler)

"Eine großartige und fesselnde Leistung mit viel Slapstick, akrobatischen Tanzeinlagen, die Choreograph Daniel Morales-Pérez beigesteuert hat, und rasanten Kostüm- und Frisurwechseln."
(BR, Peter Jungblut)

Stream:
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